Heil-Yoga und Yoga-Therapie

Yoga - wichtiger Baustein der komplementären Medizin

Seit der amerikanische Arzt Dr. Dean Ornish vom Forschungsinstitut für Präventive Medizin in Sausalito (Kalifornien) nachgewiesen hat, dass Yoga als wichtiger Baustein in Prävention und Therapie der koronaren Herzkrankheit einsetzbar ist, hat man die Wirkung von Yoga wissenschaftlich eingehender untersucht und kam zu eindeutig positiven Ergebnissen.

In seinem Buch "Revolution in der Herztherapie"

beschreibt Dr. Ornish seine beachtlichen Erfolge bei Herzpatienten, indem er deren Lebensstil durch Bewegung, Yoga und Ernährungsumstellung nachhaltig veränderte. Innerhalb eines Jahres normalisierte sich bei fast allen Teilnehmern der Studie das Körpergewicht! Blutdruck– und Cholesterinwerte konnten beträchtlich gesenkt werden. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die nur mit Medikamenten behandelt wurde, schnitt die Gruppe von Dr. Ornish auch noch nach vier Jahren deutlich besser ab. Durch röntgenologische Gefäßdarstellungen (Angiografie) konnte nachgewiesen werden, dass sogar die arteriosklerotischen Veränderungen der Herzkranzgefäße in der Yoga-Gruppe geringer ausgeprägt waren als in der Vergleichsgruppe.

Vielseitige Wirkungen von Yoga bei zahlreichen Krankheiten

Eine Studie an der Universität Tübingen kam zu dem überraschenden Ergebnis, dass mit Yoga Risikofaktoren wie hohe Cholesterinwerte stärker gesenkt werden konnten als mit körperlicher Aktivität in Koronargruppen. Die besten Wirkungen wurden jedoch erzielt, wenn man beides kombinierte.


Sogar auf dem renommierten Krebskongress der American Society of Oncology (ASCO) wurde eine Studie über Yoga vorgestellt. Im Rahmen dieser Studie bereiteten sich Brustkrebspatientinnen am M.D. Anderson Cancer Center in Houston mit Yoga-Übungen auf die Strahlentherapie vor. Die Ergebnisse zeigten, dass Yoga die Lebensqualität der Patientinnen erheblich verbesserte.


Weitere wissenschaftliche Untersuchungen konnten ähnliche positive Wirkungen von Yoga vor allem bei funktionellen und psychosomatischen Krankheiten nachweisen wie z.B. bei Migräne und anderen funktionellen Kopfschmerzen, Asthma bronchiale, funktionellen Magen- und Darmbeschwerden (z.B. Reizdarmsyndrom), Wirbelsäulenbeschwerden sowie auch bei Schlafstörungen, Nervosität und Konzentrationsschwäche.

Erklärung der Heil-Wirkung von Yoga

Die ganzheitliche Wirkung des Yoga beruht auf der harmonischen, präzise durchdachten und über Jahrhunderte bewährten Kombination von einfachen Yoga-Übungen mit Atemtechniken, Entspannung, Konzentration und Meditation. Die Körperübungen im Hatha Yoga fördern die Durchblutung (Mikrozirkulation) der inneren Organe und des Nervensystems (Rückenmark und Gehirn) und tragen dadurch zu einer verbesserten Organfunktion bei. Daher wird Yoga auch zunehmend in Sport und Leistungsförderung und Optimierung der Erholung nach Belastungen eingesetzt.

Yoga verbessert das Umfeld, in dem die Heilung stattfinden kann

Aber auch die Spiritualität, die durch Yoga entwickelt wird, trägt dazu bei, das Umfeld zu verbessern, in dem die Heilung stattfinden kann. An einigen Universitäten gibt es bereits Arbeitsgruppen für Medizin und Spiritualität, um die Zusammenhänge zwischen Gesundheit, Krankheit und Spiritualität zu erforschen. 
Nach den bisher vorliegenden medizinischen Untersuchungen kann man eindeutig sagen, dass Yoga sowohl für die Verhütung von Krankheiten sehr geeignet ist als auch für Wiederaufbau und Erhaltung der Gesundheit und als therapiebegleitende Maßnahme bei zahlreichen Krankheiten.

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