Aktuelle Studien - Ernährungsmedizin
Hier werden nach und nach wichtige und aussagekräftige aktuelle Studien aus dem Bereich Ernährung aufgeführt. Diese kleine Datenbank wird allmählich aufgebaut und immer weiter entwickelt.
Da naturgemäß wichtige große Studien meist im englischsprachigen Raum veröffentlicht werden, sind auch die meisten hier aufgeführten Studien in englischer Sprache abgefasst.
Statement:
- Je höher die Kohlenhydratmenge und je höher die Blutzuckerwirkung der Kohlenhydrate, desto höher die glykämische Last.
- Je höher die glykämische Last, desto höher die Blutzucker- und Insulinkonzentration nach den Mahlzeiten.
- Je höher die Blutzucker- und Insulinkonzentration nach den Mahlzeiten, desto höher das Risiko für Typ 2 Diabetes, Gewichtszunahme (Adipositas) und Herz-Kreislauferkrankungen (Arteriosklerose).
Eine niedrige glykämische Last wird erreicht:
- Wenn die Kohlenhydratanteile durch eine Reduktion von Stärketrägern und Zuckern im Austausch gegen eine erhöhte Eiweiß- und Fettzufuhr (bei Bevorzugung einfach ungesättigter Fettsäuren und einem niedrigen Omega–6/Omega-3 Verhältnis) insgesamt gesenkt und
- die verbleibenden Kohlenhydratquellen mit niedrigem Glykämischen Index und mit hohem Anteil an Ballaststoffen ausgesucht werden (Gemüse, Früchte, Beeren, Pilze, Hülsenfrüchte).
Mit einer solchen Kost erzielt man zudem im Vergleich zu einer kohlenhydratbetonten, fettarmen Ernährung - selbst ohne Gewichtsabnahme und ohne körperliche Aktivität - günstigere Stoffwechseleffekte:
- Die Insulinsensitivität (Insulinempfindlichkeit) wird gesteigert. Die Blutzuckerregulation kommt mit weniger Insulin aus.
- Dadurch sinken die Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten und die Nüchtern-Blutzuckerwerte, der Gesamtcholesterinspiegel, das LDL- und VLDL-Cholesterin wie auch die Triglyceride. Gleichzeitig wird das HDL-Cholesterin angehoben. Insgesamt wird damit das kardiovaskuläre Risiko (Arteriosklerose-Risiko) gemindert.
- Mit dieser Ernährungsumstellung werden weiterhin die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse geschont und damit das Risiko zur Entwicklung von Typ 2 Diabetes mellitus gesenkt.
- Bei Typ 2 Diabetikern ist eine Verbesserung der Blutzuckerwerte und eine deutliche Verminderung der Medikamentendosis die Folge.
In Bezug auf die körperliche Leistungsfähigkeit gibt es bei niedriger bis moderater Belastung für die kohlenhydratreduzierte Kost keine Bedenken, da in diesem Fall die Kohlenhydratspeicher nicht zur leistungsbegrenzenden Größe werden und andererseits nach einer Adaptationsphase von einigen Wochen der Fettstoffwechsel so gut trainiert ist, dass damit entsprechende Belastungen energetisch sehr effektiv abgedeckt werden können.
Drei neue Studien
Bei diesen drei Studien handelt es sich um so genannte Metaanalysen und systematische Übersichtsarbeiten, das heißt, dass die bis dato vorliegenden Einzelstudien aus den letzten Jahrzehnten nach bestimmten Kriterien bewertet und zusammengefasst ausgewertet wurden (siehe auch LOGInews März 2010). Diese drei neuen Studien sind:
1. Mente, A. et al., A systematic review of the evidence supporting a causal link between dietary factors and coronary heart disease. Archives of Internal Medicine 2009; 169: 659–669
2. Skeaff, C.M., Miller, J., Dietary fat and coronary heart disease: summary of evidence from prospective cohort and randomised controlled trials. Annals of Nutrition and Metabolism 2009; 55: 173–201
3. Siri-Tarino, P.W. et al., Meta-analysis of prospective cohort studies evaluating the association of saturated fat with cardiovascular disease. American Journal of Clinical Nutrition 2010; 91: 535–546
Ernährungsempfehlungen
- Weniger Kohlenhydrate
Vor allem weniger Süßigkeiten und Süßgetränke, aber auch weniger Brot, Nudeln, Kartoffeln, Gebäck und Reis, dafür mehr stärkearmes Gemüse, Pilze, Beeren und Früchte (ca. 25 bis 35 Prozent der Kalorien).
• Mehr Eiweiß
In Form von Fisch (Hering, Lachs, Makrele), Meeresfrüchten, Fleisch, Geflügel, Ei, Hülsenfrüchten, Vollmilch oder Käse (ca. 20 bis 30 Prozent der Kalorien).
• Mehr Fett
Vor allem in Form von ungesättigten Fettsäuren, also beispielsweise Oliven- und Rapsöl, Walnuss- oder Leinöl, Avocados, Nüssen und Samen (ca. 40 bis 50 Prozent der Kalorien).
WEITERE STUDIEN
Low-Carb:
Adipositas, Gewichtsabnahme, Diabetes Typ 2
Wichtig zu wissen: In den USA können Ärzte mit dem folgenden Beitrag zertifizierte Fortbildungspunkte (CME) erringen. Bei uns gilt man, wenn man diese Datenlage verkündet, bei vielen "Experten" immer noch als "unwissenschaftlicher Außenseiter". Es braucht eben alles seine Zeit ...
- Weight loss and metabolic benefits with diets of varying fat and carbohydrate content: separating the wheat from the chaff
Bonnie J Brehm* and David A D’Alessio
Summary: This Review addresses two regimens with distinct macronutrient prescriptions that have been widely touted as being beneficial for weight loss and/or metabolic profile: diets low in carbohydrate and diets high in monounsaturated fat. Although data from recent randomized, controlled trials suggest these popular diets may be useful for weight control, cardiovascular health, and glycemic control, longer studies of the efficacy and safety of varying macronutrient content are needed to strengthen the evidence base for nutritional recommendations. Until more support for specific macronutrient combinations is available, practitioners can recommend an array of diets with moderate amounts of macronutrients, tailored to individual needs and preferences.
NATURE CLINICAL PRACTICE ENDOCRINOLOGY & METABOLISM, 1-7 (2008)
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Immer mehr Low-Carb-Studien mit positiven Ergebnissen:
Immer mehr Studien zeigen, dass mit "Low Carb" (wenig Kohlenhydrate) und / oder Mediterraner Kost eine effektivere Gewichtsabnahme und eine bessere Senkung der Blutfette erfolgt als mit "Low Fat" (fettarmer Diät):
- Low-carbohydrate-diet score and risk of type 2 diabetes in women
Thomas L Halton, Simin Liu, JoAnn E Manson, and Frank B Hu
Die aktuelle Auswertung der Nurses' Health Study zu Typ 2 Diabetes. Ergebnis: Kohlenhydratzufuhr, vor allem eine hohe Glykämische Last, sind ein unabhängiges Diabetes-Risiko:
Conclusion: These data suggest that diets lower in carbohydrate and higher in fat and protein do not increase the risk of type 2 diabetes in women. In fact, diets rich in vegetable sources of fat and protein may modestly reduce the risk of diabetes.
Am J Clin Nutr 87:339–46 (2008)
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- Nutrition Recommendations and Interventions for Diabetes.
A position statement of the American Diabetes Association.
Summary: NUTRITION RECOMMENDATIONS AND INTERVENTIONS FOR DIABETES: Major nutrition recommendations and interventions for diabetes are listed in Table 3. Monitoring of metabolic parameters, including glucose, A1C, lipids, blood pressure, body weight, and renal function is essential to assess the need for changes in therapy and to ensure successful outcomes. Many aspects of MNT (Medical Nutrition Therapy) require additional research.
DIABETES CARE, VOLUME 31, SUPPLEMENT 1, JANUARY 2008
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- Restricted-Carbohydrate Diets in Patients with Type 2 Diabetes: A Meta-Analysis
Julienne K. KIRK et. al.
Schlussfolgerung der Autoren: "Diabetes mellitus ist vor allem eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, die sich in einer Erhöhung des Blutzuckers äußert. Kohlenhydrate sind die Bestandteile der Nahrung, die den größten Einfluss auf den Anstieg des Blutzuckers nach einer Mahlzeit ausüben. Deswegen ist es logisch, dass Diäten mit einem niedrigeren Anteil an Kohlenhydraten einen geringeren Anstieg des Blutzuckers zur Folge haben."
J. Am. Diet Assoc. 2008;108:91-100.
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- Prävention und Therapie der Adipositas
Evidenzbasierte Leitlinie Version 2007
Herausgeber: Deutsche Adipositas-Gesellschaft, Deutsche Diabetes-Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin
Autoren: H. Hauner (federführend), G. Buchholz, A. Hamann, B. Husemann, B. Koletzko, H. Liebermeister, M. Wabitsch, I. Westenhöfer, A. Wirth, G. Wolfram
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- Glycemic index, glycemic load, and chronic disease risk - a metaanalysis of observational studies
Autoren: Alan W Barclay, Peter Petocz, Joanna McMillan-Price, Victoria M Flood, Tania Prvan, Paul Mitchell, and Jennie C Brand-Miller
Schlussfolgerung: "Ein niedriger Glykämischer Index und / oder eine niedrige Glykämische Last werden von einem reduzierten Risiko von gewissen chronischen Erkrankungen begleitet. Bei Diabetes und Herzerkrankungen ist der Effekt vergleichbar mit dem Effekt einer Ernährung mit Vollkornprodukten und reichlich Ballaststoffen. Die Ergebnisse unterstützen die Hypothese, dass ein hoher Blutzuckeranstieg nach den Mahlzeiten einen Mechanismus darstellt, der zur Progression dieser Erkrankungen führt."
Am J Clin Nutr 87:627–37 (2008)
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- Reduktion der glykämischen Last bei Übergewicht und Adipositas
Hyperinsulinämie und Insulinresistenz als differenzialtherapeutische Determinanten?
Ulrich P. Huehmer, H. Güssinger, A. Heidenreich, B. Kettenbach, S.D. Müller, C. Tatschl, I. Wagnsonner
Department Klinische Medizin und Biotechnologie, Universitätslehrgang Angewandte Nutritive Medizin, Donau-Universität Krems
Schlussfolgerung: Übergewicht und Adipositas sind häufig mit dem Metabolischen Syndrom assoziiert. Diesem liegt der selbsterhaltende Kreislauf von Hyperinsulinämie und Insulinresistenz zugrunde. Eine Verringerung der Insulinogenität der Ernährung durch Reduktion des GI oder der GL ist ein an sich logisches Konzept und zeigt durchweg günstigere Veränderungen bezüglich
wichtiger kardiovaskulärer Risikofaktoren und Parameter des Glukosestoffwechsels als klassische, auf Fettreduktion basierende Diätkostformen ...
Diabetes aktuell 2008; 6 (2): 66
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- Kohlenhydratmoderate Ernährung für Menschen mit Diabetes?
Prof. Dr. Hans Hauner, Else Kröner-Fresenius. Zentrum für Ernährungsmedizin der TU München
Schlussfolgerung: Die Gesamtschau der Ergebnisse der bisherigen Studien zu KH-armen Diäten bei Patienten mit Typ-2-Diabetes erlaubt keine definitiven Schlussfolgerungen. Zu limitiert ist die Aussagekraft vieler Studien. Nichtsdestoweniger gibt es eine Reihe plausibler Argumente, die durchaus dafür sprechen, eine moderate Begrenzung der Kohlenhydratmenge auf etwa 40% der Gesamtenergiezufuhr zu akzeptieren, sofern diese nicht zu einer Erhöhung der Fettmenge führt, sondern durch eine höhere Proteinzufuhr kompensiert wird. Letzteres setzt allerdings eine intakte Nierenfunktion voraus. Davon ist nicht nur ein günstigerer Blutzuckerverlauf, sondern auch eine bessere Gewichtskontrolle zu erwarten. Somit kann ein kohlenhydratmoderates Ernährungsregime als gleichwertig zu den offiziellen Empfehlungen einer kohlenhydratbetonten Kost angesehen werden ...
Ernährungs Umschau 4/08
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- Joslin Study Shows Short-Term Weight Loss Program Works Long-Term
Joslin Diabetes Center
The Why WAIT program included a change in diabetes medications to enhance weight reduction, structured dietary intervention with fewer than 40 percent of daily calories from carbohydrates and 30 percent of calories from protein and meal replacement drinks, an exercise program with an emphasis on strength training and weekly educational and support sessions.
Joslin Diabetes Center. For the Media 20.06.08
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Oder ist eine Diät mit nur noch 20% Kohlenhydraten vielleicht noch besser - siehe folgende neue schwedische Studie:
- Low-carbohydrate diet in type 2 diabetes: stable improvement of bodyweight and glycemic control during 44 months follow-up
Jorgen V Nielsen, Eva A Joensson
Conclusion: Advice to obese patients with type 2 diabetes to follow a 20 % carbohydrate diet with some caloric restriction has lasting effects on bodyweight and glycemic control.
Nutrition & Metabolism 2008, 5:14
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- Weight Loss with a Low-Carbohydrate, Mediterranean, or Low-Fat Diet
Iris Shai et al.
The New England Journal of Medicine, July 17, 2008, Vol. 359 No. 3
Results: ... The mean weight loss was 2.9 kg for the low-fat group, 4.4 kg for the Mediterranean-diet group, and 4.7 kg for the low-carbohydrate group. Among the 272 participants who completed the intervention, the mean weight losses were 3.3 kg, 4.6 kg, and 5.5 kg, respectively. The relative reduction in the ratio of total cholesterol to high-density lipoprotein cholesterol was 20% in the low-carbohydrate group and 12% in the low-fat group. ...
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- Short-term changes in lipoprotein subclasses and C-reactive protein levels of hypertriglyceridemic adults on low-carbohydrate and low-fat diets
Colene K. Stoernell, Christy C. Tangney, Susie W. Rockway
Nutrition Research 28 (2008) 443–449.
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- Effects of two energy-restricted diets differing in the carbohydrate/protein ratio on weight loss and oxidative changes of obese men
Itziar Abete, Dolores Parra, Blanca Martinez de Morentin, Alfredo Martinez
International Journal of Food Sciences and Nutrition, 1-13, 2008
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Nun dürfte es wohl endgültig entschieden sein:
- Systematic review of randomized controlled trials of low-carbohydrate vs. low-fat/low-calorie diets in the management of obesity and its comorbidities
M. Hession, C. Rolland, U. Kulkarni, A. Wise and J. Broom
Ergebnis: Low-Carb / High Protein führen zu einer größeren Gewichtsabnahme und günstigeren Risikofaktor-Konstellation als die Kombination High Carb / Low Fat.
"... Evidence from this systematic review demonstrates that Low Carb / High Protein diets are more effective ... as Low Fat diets in reducing weight and cardiovascular disease risk ..."
Journal compilation © 2008 International Association for the Study of Obesity. Obesity reviews
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Siehe auch die zahlreichen Studien weiter oben, die alle belegen, dass wenig Kohlenhydrate (low carb) gesünder sind als wenig Fett (low fat).
Man sollte also mehr darauf achten, weniger Kohlenhydrate zu sich zu nehmen - als sich durch eine zu strenge fettarme Ernährung dazu verleiten zu lassen, mehr Kohlenhydrate zu sich zu nehmen.
Umgekehrt:
Gemunkelt und spekuliert wird schon lange - aber so systematisch wie in diesem Review wurde es noch nie aufgearbeitet: Fast Food macht fett - vor allem Kinder:
- Fast food consumption and increased caloric intake: a systematic review of a trajectory towards weight gain and obesity risk
R. Rosenheck
Obesity Reviews - The International Association for the Study of Obesity (2008)
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Low Carb besser als Low Fat - auch beim Metabolischen Syndrom
- Carbohydrate Restriction has a More Favorable Impact on the Metabolic Syndrome than a Low Fat Diet
Jeff S. Volek Æ Stephen D. Phinney Æ Cassandra E. Forsythe Æ Erin E. Quann Æ, Richard J. Wood Æ Michael J. Puglisi Æ William J. Kraemer Æ Doug M. Bibus Æ, Maria Luz Fernandez Æ Richard D. Feinman
Bemerkenswert: Trotz dreifach höherer Zufuhr an gesättigten Fettsäuren war der Gehalt an gesättigten Fettsäuren in den Serumlipiden gesunken! Erklärung: Mehr Oxidation und verminderte De Novo-Lipogenese
Lipids, AOCS 2008
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Moderate Fat besser als Low Fat - Metaanalyse von 30 Studien mit 1a-Evidenz
- Effects of moderate (MF) versus lower fat (LF) diets on lipids and lipoproteins: a meta-analysis of clinical trials in subjects with and without diabetes.
Yumei Cao, MD, MAS, David T. Mauger, PhD, Christine L. Pelkman, PhD,
Guixiang Zhao, MD, PhD, MPH, Stacie M. Townsend, MS, RD,
Penny M. Kris-Etherton, PhD, RD
Das Ergebnis dieser 30 kontrollierten Diätstudien ist eindeutig und bestätigt all die vielen Einzelstudien: Eine Diät mit erhöhten Fettanteilen (Mittelwert in der Metaanalyse = 40%igen) bei hohem Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren bedingt ein signifikant günstigeres Lipoproteinprofil als eine fettreduzierte Diät (im Mittel 26%igen). Am deutlichsten profitieren davon Typ-2-Diabetiker. Entsprechend errechnen die Autoren ein signifikant niedrigeres kardiovaskuläres Risiko unter der höheren Fettzufuhr. Das ist bekanntlich 1a-Evidenz!
2009 National Lipid Association
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Low-Carb:
LOGI-Methode, LOGI-Diäten
LOGI = Low Glycemic Index, das heißt Bevorzugung von Kohlenhydraten, die langsam ins Blut übergehen, meist kombiniert mit "low carb" = wenig Kohlenhydrate. LOGI-Diäten wirken insbesondere bei Personen mit Zuckerstoffwechselstörungen, bei Typ-2-Diabetikern und Übergewichtigen günstiger als die herkömmlich empfohlenen Diäten. Im einzelnen bezieht sich das auf Nüchternzucker, glykosilierte Proteine, Nüchterninsulin und Insulinsensitivität bei Insulinresistenten, Triglyceride und Übergewicht.
- Glycemic response and health - a systematic review and meta-analysis: relations between dietary glycemic properties and health outcomes
Geoffrey Livesey, Richard Taylor, Toine Hulshof, and John Howlett
Am J Clin Nutr 2008;87(suppl):258S– 68S.
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- Die LOGI-Methode
Sie ist inzwischen tausendfach erfolgreich angewendet worden. Medienberichte bestätigen die Vorzüge der LOGI-Methode im Vergleich zur Atkins-, South-Beach- oder Glyx-Diät. "Die LOGI-Methode bietet Ihnen eine natürliche, kohlenhydratreduzierte, gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Sie gilt als sanfte „Low Carb“ Variante. Sie unterstützt Sie damit wirkungsvoll, um fit und schlank zu bleiben oder zu werden – und das bei vollem Genuss und ohne jemals zu hungern." (N.Worm)
Hier finden Sie weitere Informnationen zur LOGI-Methode: www.logi-methode.de
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Sportmedizin
Gehirn, Bewegung, Lebensstil
- Bewegungsmangel und Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen
Graf C., Dordel S., Koch B., Predel H-G. (Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Deutsche Sporthochschule, Köln, und Institut für Schulsport und Sportentwicklung, Deutsche Sporthochschule, Köln).
Zusammenfassung:
In der Entstehung von Übergewicht spielen neben genetischen und sozioökonomischen Faktoren Fehlernährung und Bewegungsmangel eine entscheidende Rolle. Die Ernährungssituation hat sich ... stabilisiert. Somit scheint die mangelnde Bewegung und insbesondere die Bevorzugung inaktiver Freizeitbeschäftigungen maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt zu sein... Dies unterstützt das Meidungsverhalten und die zunehmende Inaktivität. Um dem entgegenzuwirken sollten konsequent in den verschiedenen Settings Bewegungsangebote in Freizeit und Alltag geschaffen und umgesetzt werden, z.B. nach der Kinder-Bewegungspyramide. Darüber hinaus sollten alle an der Gesundheitsförderung beteiligten Institutionen gemeinsam an der nachhaltigen Umsetzung arbeiten.
Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Jahrgang 57, Nr. 9 (2006)
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- Übergewicht im Kindes- und Jugendalter – eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung
Christine Graf, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Deutsche Sporthochschule Köln
Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Jahrgang 59, Nr. 5 (2008)
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- Sportliche Aktivität und Stressreaktivität: Ein Review
M. Gerber, Institut für Sport und Sportwissenschaften, Universität Basel
Zusammenfassung:
Stress ist mit einer Vielzahl chronischer Erkrankungen assoziiert, wohingegen sportlicher Aktivität eine gesundheitsprotektive Wirkung zugeschrieben wird. Eine mögliche Ursache für den präventiven Effekt des Sports wird daher in einer herabgesetzten Stressreaktivität vermutet. Im Sinne einer unspezifischen Adaptation ist davon auszugehen, dass sich durch wiederholte sportliche Belastungen Anpassungsvorgänge ergeben, die auch bei psychosozialen oder kognitiven Stressoren wirksam werden. Der vorliegende Beitrag zeigt, dass sportliche Aktivität zu einer Aktivierung der stressregulierenden Körperfunktionen führt....
Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Jahrgang 59, Nr. 7-8 (2008)
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Sport, Immunsystem, Krebserkrankungen
- Sport ist so wichtig wie ein Krebsmedikament
Nicola Siegmund-Schultze
Körperliche Bewegung ist mit einem geringeren Risiko für Malignome assoziiert und weniger Komorbidität bei Tumorpatienten. Noch aber sind die Effekte des Trainings zu wenig bekannt. Zeit für einen Dogmenwechsel.
Deutsches Ärzteblatt, 106, 10, 6. März 2009
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